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Bremer Brücke: Jansen-Rückzug ist ein Warnsignal – Stadionsanierung droht zum Millionengrab zu werden

Der Rückzug von Jan Jansen als Geschäftsführer der Stadiongesellschaft bestätigt die Bedenken der Gruppe FDP/UWG gegen die Sanierung der Bremer Brücke. Jansen begründet den Schritt unter anderem damit, dass bei der Zusammenarbeit mit dem VfL „einiges an Kooperationswillen auf der Strecke geblieben“ sei. Bis heute gibt es keinen Generalunternehmer. Ob wie angekündigt im Mai 2027 gebaut werden kann, ist weiterhin fraglich.
„Wir sehen die Sanierung und die dafür angesetzten 67 Millionen Euro seit Langem kritisch, denn sie sind unrealistisch. Kein Generalunternehmer wird für 67 Millionen Euro das Stadion sanieren. Wenn nun sogar der bisherige Geschäftsführer den Kooperationswillen des VfL indirekt infrage stellt, müssten bei den anderen Fraktionen die Alarmglocken angehen. Dem VfL scheint es vor allem ums Nehmen zu gehen, etwa bei der Pacht. Dazu kommen die finanziellen Schwierigkeiten des Vereins in den vergangenen Jahren. Das Projekt droht zum Millionengrab für die Stadt zu werden“, so Dr. Thomas Thiele, Vorsitzender der Gruppe FDP/UWG.
Oliver Hasskamp, stadtentwicklungspolitischer Sprecher, ergänzt: „Jansen ist zugleich Chef der OsnabrückHalle. Das Stadion tritt aber in Konkurrenz zu ihr, wenn dort Events stattfinden. Genau das war Teil der Vereinbarung zwischen Rat, Stadt und VfL. Jansen hat dies stets als unrealistisch bezeichnet. Das kann man so sehen. Dabei war er aber befangen, denn Veranstaltungen im Stadion hätten der Osnabrück-Halle geschadet. Diesen Interessenkonflikt hätte man von Anfang an offen thematisieren müssen. Vielleicht gibt es ja jetzt eine Chance für Events dort.“
Wulf-Siegmar Mierke weiter: „Was genau hinter den Kulissen vorgefallen ist, wissen wir nicht. Aber offenbar hat es ordentlich geknallt. Der Rat braucht jetzt Transparenz über den Stand des Projekts, die Kosten und das Verhältnis zum VfL, bevor weitere Steuergelder zugesagt werden. Das sollte nicht nur in einem Beirat besprochen werden, zu dem nicht alle Zugang haben.“