Logo FDP Osnabrück

FDP/UWG begrüßt Zukunftsaussichten für VW-Standort Osnabrück

Osnabrück, 07.09.2026. Die FDP/UWG begrüßt die heute bekannt gewordene Einigung zwischen Volkswagen, dem Land Niedersachsen und dem Investor Aurelius Capital über die Zukunft des VW-Standorts Osnabrück.

„Für die Beschäftigten am Standort Fledder und ihre Familien ist diese Einigung ein wichtiges Signal. Nach Monaten der Unsicherheit gibt es nun eine tragfähige Perspektive für den überwiegenden Teil der Arbeitsplätze“, erklärt Oliver Hasskamp, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der FDP/UWG und Oberbürgermeisterkandidat.  „Wir unterstützen ausdrücklich alle Bestrebungen, die dazu beitragen, Arbeits- und Ausbildungsplätze in Osnabrück zu erhalten.“

Hasskamp weist darauf hin, dass es sich bei den geplanten Aktivitäten am Standort nicht um Rüstungsproduktion im herkömmlichen Sinne handelt, sondern um Verteidigungsproduktion. Der als erstes Ankerprojekt vorgesehene Aufbau von Fertigungskapazitäten für Luftverteidigungssysteme diene dem Schutz von Menschen vor Angriffen aus der Luft – etwa vor Kurzstreckenraketen und Mörsergranaten – und nicht der Herstellung offensiver Waffensysteme. Diese Unterscheidung sei der Fraktion wichtig.

„Verteidigungsfähigkeit ist in der aktuellen sicherheitspolitischen Lage in Europa eine notwendige und legitime Aufgabe. Wer Menschen vor Bedrohungen schützt, betreibt keine Aufrüstung zu Angriffszwecken, sondern leistet einen Beitrag zur Sicherheit unseres Landes und unserer Partner“, ergänzt Dr. Thomas Thiele, Gruppenvorsitzender. „Diese Klarstellung ist uns wichtig, damit die Debatte vor Ort sachlich geführt wird.“

Die FDP/UWG werde den weiteren Prozess konstruktiv und kritisch begleiten. Insbesondere fordere die Gruppe, dass für die noch nicht versorgten Beschäftigten, die nicht übernommen würden, zeitnah tragfähige Lösungen gefunden werden. Außerdem müsse der Rat der Stadt Osnabrück frühzeitig und transparent über die weiteren Schritte informiert werden. 


Sachverhalt:
Nach dem Auslaufen der Automobilproduktion im Sommer 2027 soll das Werk schrittweise zu einem Kompetenzzentrum für Sicherheits- und Verteidigungslösungen weiterentwickelt werden. Nach Angaben der Beteiligten soll damit für rund 1.400 der derzeit etwa 1.800 Beschäftigten eine Anschlussperspektive mit Beschäftigungssicherung bis Ende 2029 geschaffen werden.