FDP/UWG will smarte Mülleimer und sicherere Müllwagen für Osnabrück
Die Gruppe FDP/UWG möchte die Leerung öffentlicher Abfallbehälter in Osnabrück effizienter und sicherer gestalten. Vorbild ist die Hansestadt Stralsund, die mit digitalen Füllstandsensoren und speziell ausgerüsteten Müllfahrzeugen bereits deutliche Einsparungen erzielen konnte. Der entsprechende Antrag (VO/2026/5534) wird am 1. September 2026 im Betriebsausschuss des Osnabrücker Servicebetriebs beraten.
Oliver Hasskamp, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der Gruppe FDP/UWG und FDP-Oberbürgermeisterkandidat, erklärt: „Es kann nicht sein, dass unsere Müllwagen nach starrem Kalenderplan durch die Stadt fahren, egal ob ein Mülleimer randvoll oder noch halbleer ist. Das kostet unnötig Personal, Sprit und Nerven und sorgt trotzdem an belebten Standorten immer wieder für überquellende Eimer. Stralsund zeigt, dass es auch anders geht. Wenn wir mit smarten Sensoren nur dort leeren, wo es wirklich nötig ist, sparen wir Ressourcen und schonen gleichzeitig die Umwelt. Genau diese Chance wollen wir jetzt auch für Osnabrück prüfen lassen.“
Da Hasskamp zeitgleich zur Ausschusssitzung an einer Podiumsdiskussion teilnimmt, wird er im Betriebsausschuss von Wulf-Siegmar Mierke, Mitglied der Gruppe FDP/UWG, vertreten. Er ergänzt: „Über das Müllproblem in Osnabrück wird derzeit viel diskutiert. Mit Füllstandsensoren können wir genau da ansetzen und verhindern, dass Mülleimer überquellen.”
Die Gruppe FDP/UWG erwartet, dass die Verwaltung dem Betriebsausschuss zeitnah über das Ergebnis der Prüfung berichtet.
Hintergrund zum Antrag: Konkret fordert die Gruppe FDP/UWG die Verwaltung auf, zwei Maßnahmen zu prüfen: Zum einen sollen Füllstandsensoren an öffentlichen Mülleimern installiert werden, die den aktuellen Füllstand digital übermitteln und so eine bedarfsgerechte, routenoptimierte Leerung ermöglichen. Andererseits Pritschenwagen mit Rechtssteuerung, die eine Einpersonenbesetzung erlauben und das Aussteigen zur Bordsteinseite hin sicherer machen, da die Mitarbeitenden dabei nicht mehr den fließenden Verkehr queren müssen.
In Stralsund läuft ein entsprechendes Sensorsystem bereits seit Dezember 2024 im Testbetrieb. Die Zahl der wöchentlichen Leerungen konnte um 71 Prozent gesenkt werden und die dafür mit dem Müllwagen gefahrene Strecke hat sich nahezu halbiert.