Handgiftenrede 2020 Dr. Thomas Thiele

Dr. Thomas Thiele

Osnabrück, 07.01.2020. Prosit Neujahr,
schön, dass Sie alle da sind, um einen gesellschaftlichen Frieden zu zeigen, der sich auf demokratische Auseinandersetzungen gründet.
Zunächst nun unsere Vorstellung als FDP für die Zukunft unserer Stadt, für die wir Mut und Weitblick brauchen.
Sicher ist eins: Wir müssen schneller werden.
Eine moderne Stadt braucht eine gute Infrastruktur und muss Verwaltungsprozesse verschlanken:
Leider ist bisher das Gegenteil der Fall, siehe den geplanten Personalzuwachs in der Verwaltung. Der Verkehr muss zielgerichteter fließen. Durchgangsverkehre sind zu vermeiden. Park and Ride Plätze sind vermehrt einzurichten.
Einer unserer Vorschläge, der Rubbenbruch-Parkplatz befindet sich endlich in der Umsetzung.
Es muss endlich rundgehen in Osnabrück. In unserem Konzept wird der Wall zu einem großen Kreisverkehr.
Die Neumarktschließung bleibt für den Individualverkehr eine unabdingbare Voraussetzung. Neue Verkehrsmittel wie z. B. der Sunglider, das autonome Fahren und der Schienenverkehr müssen stärker gefördert werden.
Der Bildung muss schnellstmöglich eine höhere Priorität gegeben werden: es ist schön, dass die „Neue Schule“ nun endlich im nächsten Jahr kommen soll, aber Verzögerung bedeutet auch geringere Chancen für die betroffenen Kinder.
Neue Handlungsspielräume müssen wir uns für den Neumarkt erarbeiten, für den Bereich Güterbahnhof und für die Renovierung des Theaters: Diese ist wichtig, aber sicher nicht um jeden Preis: Eine mögliche Vorstellung unsererseits z.B. Sprechtheater am Domhof und Musik usw. im Bereich Ringlockschuppen bzw. Innenstadt als Alternativen würden weitere gute Impulse in die Stadt senden.
Besonders reizvoll erscheint uns die Aufwertung im Bereich der Hase im Stadtteil Schinkel. Wir wollen den „Hasestrand“ entwickeln. Lebensqualität fällt nicht vom Himmel. Um diese zu steigern und dem Slogan: „Ich komm zum Glück aus Osnabrück“ gerecht zu werden, sollten diese Vorschläge endlich realisiert werden.
Die finanzielle Situation der Stadt muss weiter Richtung Schuldenreduzierung laufen: Sicherheit für das Geld der Bürger hat für uns als FDP oberste Priorität.
Wir befinden uns jedoch nicht im luftleeren Raum und müssen auch unsere internationalen Vernetzungen und Verantwortungen sehen:
Wir als Friedensstadt haben auch die Pflicht, völkerrechtswidrige kriegerische Handlungen auch als solche zu bezeichnen: Wenn als Ablenkungsmanöver Menschen umgebracht werden, dürfen wir nicht schweigen! Wenn Herr Trump einen Krieg herbeiführt, um die Menschen hinter sich zu bringen, ist das übelste Machtpolitik auf Kosten von vielen Menschenleben und Menschlichkeit!
Der Blick auf die Geschichte lehrt eins: Miteinander sprechen, Handel treiben, Kontakte aufbauen und Menschlichkeit zeigen, lässt Menschen sich besser kennenlernen, sich verstehen und Mauern überwinden.
Schande auf alle, die glauben, durch kriegerische Handlungen einen Vorteil für sich zu erreichen.
Europa muss sich emanzipieren, schnell und nachhaltig!
Wenn wir uns gleich die Hände reichen, lassen Sie uns der Menschenrechte und unserer internationalen Verantwortung gedenken.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein friedliches und gesegnetes Neues Jahr:
Es möge gelingen!
Prosit Neujahr!

(Wir als FDP haben nur 5 Minuten Redezeit, die CDU 12 Min., SPD 10 Min., Grüne 8 Min., Linke und BOB 5 Min. und UWG und Piraten je 3 Min.)

/ Stadtrat

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